Ida Sand

Do you hear me?

Datum: Dienstag, 27. September  2022 um 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:Jazzclub im Leeren Beutel
Veranstalter:Jazzclub Regensburg e.V.
Besetzung: Ida Sandlund – p & voc
Staffan Astner – g
Dan Berglund – b
Per Lindvall – dr
Abendkasse37.00 €
Vorverkauf32.00 €
Jazzclub Mitglieder, Schüler & Studenten mit Ausweis an der Abendkasse27.00 €
Jazzclub Mitglieder, Schüler & Studenten mit Ausweis im Vorverkauf22.00 €

Erdig-markant, Soul durchtränkt: Das ist die Stimme von Ida Sand, der vermutlich „schwärzesten“ Stimme Skandinaviens. Schon früh kam sie mit der heimischen Kirchenmusik und der klassischen Musik ihrer Eltern, die Mutter Kirchenmusikerin und der Vater Opernsänger, in Kontakt und verfiel den unwiderstehlichen Stimmen von Blues- und Soulgrößen. In ihren bisherigen fünf Alben flossen gleichermaßen auch Jazz-, aktuelle Pop- und Folk-Einflüsse ein.

Mit „Do You Hear Me?“ präsentiert Ida Sand, und - der Satz wird gerne bemüht, hier trifft er einmal wirklich zu – ihr bislang persönlichstes Album. Schon allein deshalb, weil alle zehn Stücke aus ihrer Feder stammen. Doch nicht nur deshalb ist „Do You Hear Me?“ ein klassisches Singer/Songwriter-Album geworden. Sand hat sich immer mehr als Soul-, denn als Jazzsängerin verstanden. Hier lebt sie ihr ihr Faible für direkt auf das Herz zielende Melodien ungezügelt aus.

„Ich habe nicht viel über die Songs nachgedacht, bevor ich sie geschrieben habe. Es kam einfach alles zusammen, als wir im Studio waren. Ein Stück, „Too Close for Comfort“, habe ich zu Hause nach einer Session geschrieben. Das hat vielleicht eine halbe Stunde gedauert, ich war so im kreativen Fluss, ich konnte nicht aufhören.“ Wie spannend und abwechslungsreich so ein bunter Pop-Strauß sein kann, beweisen Sands Songs eindrucksvoll: Von der flotten, gitarrenlastigen Folk-Nummer „Wasted on the Youth“ zum Einstieg geht es über das hinreißend groovige „Burning“ bis zu funkigen Hymne a la Randy Crawford. Eine fast psychedelische Ballade ist mit dem Titeltrack ebenso vertreten wie ein klassisch schmachtender Love-Song („Too Close for Comfort“), ein knackiger Soul-Shuffle mit Bläsersatz („Don’t Run Away“) oder ein hintergründiges, auf den Text konzentriertes Stück („Go Be With Her“), wie es in seiner widerborstigen Melancholie (immerhin wünscht die Sprecherin hier dem Geliebten das gleiche Glück mit einer Rivalin, das sie hatte) von einem Tom Waits oder Randy Newman stammen könnte.