RostMondOrchestra & The Blowing Santa Clauses

Gab’s das nicht schon mal?

Mittwoch, 23. Dezember 2026, 20:00 Uhr
Jazzclub im Leeren Beutel

Wenn man zum Beispiel Zeit hätte, könnte man sich einfach und vorübergehend in den hinteren Bayerischen Wald zurückziehen. Dort wartete man, bis es zu regnen begönne. Sobald sich dann das gleichmäßige Flüstern eines leisen aber beständigen Niederschlags eingestellt hätte, und sich im herbstlichen Grün nichts mehr regte denn ein paar grasende Kühe auf der Weide vis-à-vis, setzte man sich an einen angemessen alten Tisch, ließe die Gedanken frei und befasste sich endlich mit den zoroastrischen Einflüssen in der Erzählung der Heilsgeschichte, also der sehr beliebt gewordenen und allseits bekannten Nummer mit Maria, Josef und dem Jesuskind. Derlei wäre erforderlich, um das absurde Wirken des Ensembles, von welchem hier noch gar nicht der Rede gewesen wäre, in seinen Grundsätzen ansatzweise zu verstehen. Im Nu landeten wir im zwölften Kapitel des ersten Buches der Avesta, das keinesfalls verwechselt werden sollte mit der Hawesta Feinkost Hans Westphal GmbH & Co. KG, einem Fisch- und Feinkostunternehmen in Lübeck. Sofort müssten wir uns die Frage stellen, wo wir uns in der Aufreihung Mazdaverehrer, Zarathustraanhänger, Dämonenzurückweiser oder Anhänger der Lehre der Ahuras verorten würden, und auch hier müssten wir sehr auf der Hut sein, nicht unverzüglich an die Mazda Motor Corporation mit Sitz in Fuchū zu denken, was uns komplett auf den Holzweg führte. In Yasna 12,8 (siehe oben) fände man nun die direkte Verbindung zum RostMondOrchestra, denn da stünde: „Ich schwöre mich ein auf den gutgedachten Gedanken, Ich schwöre mich ein auf das gutgesprochene Wort, Ich schwöre mich ein auf die gutgetane Handlung.“ [Es wäre noch anzuführen „den gut gespielten Ton“, Anm. d. Red.]. Erstmals stieße man in Yascht 5, 93 auch auf Ausschlusskriterien, befremdlich genug, jedoch für das tiefe Verständnis unseres Wirkens unentbehrlich:

„Nicht erscheine ich [die Gottheit Anahita] bei solchen Opfern, welche mir zu Ehren Blinde, Taube, Verrückte, Blödsinnige, Knicker, Schreier und mit solchen Malen behaftete, die nach aller Aussage nicht für gesund gelten, verzehren. Nicht sollen von diesem meinem Opfer essen Streitsüchtige und Lästerer noch Verrückte und Zahnlose.“

Je nun, dächte sich der Autor im Regen, was zu Essen böten wir ja gar nicht an, also könnten doch alle zum Konzert kommen, wir würden das eine oder andere Auge zudrücken. Das alles wäre denkbar, wenn man Zeit hätte, um in den Bayerischen Wald zu fahren…rein hypothetisch. Wir sähen uns!

Besetzung:

Sepp Fischer - Gesang

Rainer J. Hofmann - Piano

Tom Eyiip - Gitarre

Markus Hierl -Gitarre

Bertl Wenzl - Sax

Franz Schnell - Sax

Uli Zrenner-Wolkenstein - Bass

Peter Asanger - Drums

 

Veranstalter: Jazzclub Regensburg e.V.

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